Advents-ABC

DSC_0178   B – wie Bild und Bekenntnis!

Dass wir uns kein Bild von Gott machen sollen, wissen wir. Steht schon in den Geboten! Doch Realität ist, dass wir uns von allem und jedem ein Bild machen. Wir können gar nicht anders! Unser Denken funktioniert mehr oder weniger in Bildern und Schubladen. Das Gebot, sich kein Bild zu machen, möchte, dass wir offen bleiben für den lebendigen Gott. Das heißt: immer wieder an dem Bild zu arbeiten, das wir uns zwangsläufig gemacht haben; Ihn nicht in eine Schublade unseres Denkens einzusperren, sondern ihn als den „ganz Anderen“ auch anders sein lassen, als wir denken.

Wie passt das mit dem Bekenntnis zum dreieinigen Gott zusammen?

Gott ist der „ganz Andere“, unser Denken übersteigend und doch das, was uns im Innersten unbedingt angeht.

Auf dreifache Weise können wir etwas von Gott erfahren. In drei Arten offenbart er sich:  als Schöpfer, in Jesus Christus und im Wirken des Heiligen Geistes. Dies wird im Bekenntnis des Glaubens ausgedrückt, lässt Gott aber darüber hinaus sein Geheimnis – sperrt ihn hoffentlich nicht in eine Schublade unseres Denkens. Wir können also über die Schöpfung einen Weg zu Gott finden und sein Wirken darin erkennen. Sowohl durch den Verstand (wie wunderbar alles zusammen hängt) als auch durch ein Ergriffensein eines z.B. atemberaubenden Anblicks. In der Nachfolge Jesu fangen wir auch an zu begreifen, mit welcher Liebe uns Gott begegnet, und wir können ihn spüren, wenn der Heilige Geist uns z.B. Mut, Trost, Kraft, Hoffnung, Inspirationen schenkt. Trotz dieser Erkenntniswege bleibt er Gott – unverfügbar und über unseren Verstand hinausgehend.

Noch eins: Staunen und Dankbarkeit sind zwei Wege zur Gotteserkenntnis. Sollte man mal probieren! Viel Freude dabei!

Ihre Pfarrerin Sabine Decker

 

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