Advents -ABC

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P – wie Paradiesgärtlein!

Was ist ein Paradiesgärtlein? Was hat das mit Weihnachten zu tun?

In Norddeutschland hat sich aus dem Volksglauben an die wunderbare Christnacht, der Brauch entwickelt, zu Weihnachten ein Paradiesgärtlein aufzubauen. Es werden harmonische Dorfszenen, Schäferidyllen oder adrette Bauernhöfe voller Tiere dargestellt. Sie spiegeln den Wunsch nach Frieden wieder und die Sehnsucht nach Harmonie zwischen Mensch und Natur.

So erzählen diese Gärten eine alte Legende: Jedes Jahr in der Weihnachtsnacht kommt für einige Stunden das Paradies auf die Erde. Wilde und zahme Tiere sind einträchtig beieinander, tun sich nichts und sie können sogar sprechen. Menschen können sie in dieser Nacht verstehen und durch sie auch Weisheiten erfahren, die ihnen sonst verborgen blieben.

Eine Weisheit wird damit offenbar, die Sehnsucht nach einem friedvollen Miteinander ist dem Menschen tief ins Herz gelegt. Am Heiligen Abend wenigstens für ein paar Stunden in Liebe und Frieden miteinander umgehen, wäre so ein Paradiesgärtlein in echt!

Probieren Sie es aus! Viel Freude dabei!                                               Ihre Sabine Decker

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Advents – ABC

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O- wie Ochs und Esel!

Wie kommen Ochs und Esel in die Weihnachtsgeschichte? Was ist ihre Bedeutung? Weshalb sind sie bei der Geburt Jesu mit dargestellt?

In der Weihnachtsgeschichte des Lukas und auch des Matthäus werden keine Tiere im Stall von Bethlehem erwähnt. Es wird nur erzählt, dass Maria ihr Kind in eine Krippe legte.

So könnte es nahe gelegen haben auch Tiere mit darzustellen. Doch dass es grade Ochs und Esel waren, die dargestellt wurden, geht auf das Wort des Propheten Jesaja (Jesaja 1,3) zurück. Da heißt es: „ Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt´s nicht, und mein Volk versteht´s nicht.“

Wer sich in der Landwirtschaft auskennt, weiß, dass Schafe und Kühe die Stimme ihres Besitzers kennen und darauf hören, wenn er ruft. Auch den Weg in den eigenen Stall zur Futterkrippe kennen sie und laufen ganz selbstverständlich dort hin.

Doch wie ist es mit den Menschen? Jeder kennt eigentlich die Stimme Gottes als Stimme des Herzens. Doch wie oft wird sie verdrängt durch die Stimme des Verstandes! Wie oft sieht man die Not anderer Menschen und das Herz würde gerne helfen. Doch der Verstand hindert daran mit Einwänden, wie „ob das Geld auch richtig ankommt?“  und so unterbleibt die Hilfe oft.

Auch der Wirt der Weihnachtsgeschichte war sicher kein schlechter Mensch, aber die Stimme der Vernunft (eine Geburt im Haus macht sicher einige Umstände), hat die Stimme des Herzens verdrängt und so werden Menschen in Not allein gelassen.

Ochs und Esel sollen uns erinnern, dass man vielleicht aus Verstandesgründen als dumm dasteht, wenn man hilft; Aber sie haben Wärme in den Stall gebracht und so für Eltern und Kind das Leben erträglich gemacht. So sind Ochs und Esel in den Krippendarstellungen als Vorbild für die Menschen abgebildet!

Probieren Sie es aus! Viel Freude dabei!                                               Ihre Sabine Decker

 

 

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N – wie Nikolaus!

Ist der Nikolaus nur eine Legende, eine Geschichte für Kinder? Hat er eine Bedeutung auch für  Erwachsene?

Nikolaus von Myra war ein Bischof in Lykien (heute Türkei). Er wirkte in der ersten Hälfte des 4.Jahrhunderts. Er setzte sich ein für die Menschen, die ihm anvertraut waren. Verschiedene Legenden sind von seinem mildtätigen Wirken überliefert. Er soll bei einer Hungersnot, den Kapitän eines Schiffes überredet haben, sein Getreide der notleidenden Bevölkerung zu geben. Auch soll er drei unverheirateten Mädchen die Mitgift heimlich in die Schuhe gelegt haben.

Er war ein Mann, der heimlich und im Verborgenen seinem Nächsten Gutes getan hat.

Deshalb ist er zum Vorbild geworden. Daraus hat sich der Brauch entwickelt an seinem Gedenktag (dem 6. Dezember) Menschen, die man mag, heimlich zu beschenken.

Ist es nicht erstaunlich, wie lange man einzelner Menschen gedenkt, die Gutes für andere getan haben? Zeigt das nicht auch, dass das Gute nicht vergessen wird?

Probieren Sie es aus! Viel Freude dabei! Ihre Pfarrerin Sabine Decker

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M – wie Maria!

Was wird von Maria erzähl? Was ist das Besondere an ihr?

Maria war eine sehr junge Frau als sie schwanger wurde. Sie war verlobt, aber nicht verheiratet. Was in der damaligen Gesellschaft  schwere Folgen nach sich zog. Doch sie weiß, dieses Kind ist von Gott. So wie übrigens jedes Kind ein Geschenk Gottes ist.

Das Besondere an ihr ist, dass ein Engel ihr sagte: „Fürchte dich nicht“ und sie fürchtet sich nicht, sondern vertraut auf Gott. (Lukas 1, 30ff)

Maria hörte, öffnete sich ganz dem Unerwarteten, der Botschaft, die sie unmöglich macht vor aller Augen. Sie ist offen, tatkräftig, fröhlich und voll Vertrauen.

Sie geht zu ihrer Verwandten Elisabeth und bleibt dort drei Monate. Sie ist voller Freude und jubiliert über die verheißene Geburt ihres Kindes. (Lukas 1, 46 ff.)

Mit Josef zusammen meistert sie danach alle Schwierigkeiten: eine lange Reise, kein Raum in der Herberge und die Geburt ihres ersten Kindes. Als die Hirten zur Krippe kamen und ihre Erlebnisse schilderten, heißt es: „Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“ (Lukas 2,19)

Wichtiges, Bedeutendes, Großes beginnt und geschieht oft in der Stille, im Verborgenen, im Geheimen. Es geschieht, wo Menschen da sind, die offen sind auch für das Unerwartete. Wo Menschen Worte, die ihnen zugesagt sind, im Herzen bewegen. Wo Menschen lieben und vertrauen.

Probieren Sie es aus! Viel Freude dabei!                                  Ihre Pfarrerin Sabine Decker

 

 

 

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L- wie Liebe!

Worin erweist sich Liebe? Wie kann man lieben?           Was ist Liebe?

Liebe ist ein Geschenk. Nur wer geliebt wurde und sich geliebt weiß, kann wirklich lieben. Wirklich lieben ist nämlich selbstlos lieben. Den Anderen um seiner selbst willen lieben und nicht um etwas von ihm zu bekommen oder selbst geliebt zu werden.

Zur Weihnacht wurde Jesus geboren. In ihm wird Gottes Liebe zu den Menschen sichtbar und spürbar. Er wendet sich den Menschen zu, nimmt sie an, liebt sie um ihrer selbst willen. Er geht sogar in den Tod, um seine Botschaft der Liebe Gottes zu den Menschen  bis in die letzte Konsequenz zu leben. Er sagt damit: Vor nichts und niemand braucht ein Mensch Angst zu haben, auch nicht vor dem Tod, denn Gott  ist stärker als der Tod. Er liebt den Menschen und will,  dass sich die Menschen am Maßstab der Liebe orientieren und somit wirkliche lebenswertes Leben erfahren.

Wie kann man wirklich lieben? Ich glaube, es ist nur möglich, wenn man sich selbst geliebt weiß. Das Vertrauen auf Gottes Liebe, ganz persönlich für sich gelten lassen und annehmen. Denn, wenn Gott mich liebt mit all meinen Fehlern und ich zu Ihm kommen kann mit all meinem Versagen, dann ist immer ein Neuanfang möglich für mich. Dadurch ist es mir möglich auch Anderen Neuanfänge zu ermöglichen und sie nicht zu verurteilen. Dies zu üben ist Aufgabe im Leben. Das Gedicht von Erich Fried finde ich dabei sehr hilfreich:

Es ist was es ist!

Es ist Unsinn sagt die Vernunft                                                                                                         Es ist was es ist sagt die Liebe

Es ist Unglück sagt die Berechnung                                                                                                  Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst                                                                                          Es ist aussichtslos sagt die Einsicht                                                                                                  Es ist was es ist sagt die Liebe

Es ist lächerlich sagt der Stolz                                                                                                           Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht                                                                                                  Es ist unmöglich sagt die Erfahrung                                                                                                Es ist was es ist sagt die Liebe

Quelle: Erich Fried “Es ist was es ist. Liebesgedichte, Angstgedichte, Zorngedichte”, Berlin 1996.

Probieren Sie es aus! Viel Freude dabei!                             Ihre Pfarrerin Sabine Decker

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K – wie Könige!

Waren es Könige, die zur Krippe kamen? Welche Bedeutung haben sie?  Schreiben die Sternen-Singer die Namen der Könige an die Haustüren?

Das Matthäus-Evangelium berichtet von „Sterndeutern“ aus dem Osten (Mt.2). Weder die Namen noch die Anzahl ist in der Bibel genannt. Da es aber drei königliche Geschenke (Gold, Weihrauch und Myrrhe) waren, wurden die Sterndeuter im 6.Jahrhundert zu den drei Heiligen Königen.                                                                                    Im 9. Jahrhundert bekamen sie dann ihre Namen (Caspar, Melchior, Balthasar). Wahrscheinlich aus der Sitte der Sternen-Singer, am Dreikönigstag, dem 6. Januar, die Haustüren mit den Buchstaben C-M-B- und der Jahreszahl zu beschriften. Doch eigentlich bedeutet C-M-B „Christus mansionem benedicat“ (= „Christus segne dieses Haus“).

Caspar wird seit dem Mittelalter als Jüngling und Farbiger dargestellt. Er steht für die Jugend der Menschheit und für den schwarzen Erdteil Afrika, einer der drei damals bekannten Kontinente.

Melchior, der mittlere der drei  Heiligen Könige wird als Mann in den besten Jahren dargestellt und ist Repräsentant für das Erwachsenenalter und den Kontinent Europa.

Balthasar repräsentiert den Kontinent Asien und steht für das Greisenalter.

Alle Menschen in jedem Lebensalter und aus aller Welt sind so symbolisch an der Krippe.

Durch den Segensspruch der Sternen-Singer und dem Brauchtum stehen so an jeder Haustür auch die Namen dreier Menschen aus aller Welt. Es wäre eine gelungene Globalisierung, sie nicht nur an der Haustür stehen zu lassen, sondern sie im/von Herzen aufzunehmen.

Probieren Sie es aus! Viel Freude dabei!

Ihre Pfarrerin Sabine Decker

 

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Konzerte der Gemeinde

4. Advent, Sonntag, 18.12., 10:00 Uhr
Musikalischer Gottesdienst – Advents- und Weihnachtsmusik
zum Zuhören und Mitsingen
Harleshäuser Blechbläserensemble

Samstag, 31.12., 20:00 Uhr
Silvesterkonzert
Benefizkonzert*
Rachmaninow – 2. Klavierkonzert c-moll / Medleys zu Harry Potter, Herr der Ringe, The Magnificent Seven / Werke von J.Strauß
Vera Osina – Klavier / Orchester aus Mitgliedern der Silvestermusikwoche / Matthias Enkemeier – Leitung
Eintritt 15 € / Studenten, Arbeitssuchende 10 € / Schüler frei
Vorverkauf ab 1.Dezember 2016:
Teehaus Harleshausen, Wolfhager Str. 398
Bauer & Hieber, Ständeplatz 13

13 : 18 Querformat  Vera Osina

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J –wie Johannes, wie Jesus!

Wer war Johannes und was wollte er? Was verbindet die Botschaft des Johannes und Jesu Botschaft? Was bedeutet das für mich heute?

Johannes wurde der Täufer genannt. Er hatte sich an den Jordan begeben, an die Stelle, an der einst die Israeliten ins gelobte Land einwanderten. Sie waren Sklaven in Ägypten gewesen und Gott hatte sie befreit und ihnen seine Gebote gegeben, damit jeder und jede frei sei. Sie sollten miteinander leben im „Land, wo Milch und Honig fließen“, heute würde man sagen, wo es für jeden einen Platz an der Sonne gibt. Doch durch Eigennutz, Gier und nicht Beachtung der Gebote war die Vision Gottes für sein Volk noch nicht verwirklicht.

Johannes fordert jeden einzeln auf, neu anzufangen. Das alte, gewohnte, falsche Verhalten abzuwaschen mit der Taufe und neu in den Bund mit Gott zu treten. Ihn, Gott, anzuerkennen als maßgeblich für sein Leben.

Jesus lässt sich von Johannes taufen. Auch er ruft zur Umkehr, zum Umdenken auf. Doch sein Ruf wird zur Einladung, Gott, als liebenden Vater zu entdecken und seine Botschaft, als frohmachende Wende im Leben zu erfahren.

Er verkündet, Gottes Reich ist nahe herbeigekommen. Und wer sich darauf einlässt, Gott anerkennt, als den wirklichen Maßstab im Leben, der wird sich als geliebt erfahren und so auch seinen Nächsten lieben können.

In Jesus selbst wird sichtbar, was gelebte Liebe bedeutet und wie sie sich auswirkt auf andere. Wie sie zu einer neuen Gesellschaft führen kann, die durch Achtung und Wertschätzung jedes Einzelnen auch ein neues Miteinander ermöglicht. So wie Gott es sich für die Menschen gedacht hat, ohne Zwang aus eigenen Willen und eigener Entscheidung heraus.

Das Vertrauen darauf, von Gott angenommen und geliebt zu sein, ist der erste Schritt in die neue Richtung, die Jesus uns ans Herz legt. Probieren Sie es aus! Viel Freude dabei!

Ihre Pfarrerin Sabine Decker

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