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Archiv 2009

Abschied aus Harleshausen

Abschied aus Harleshausen

D.Bartsch.jpgNun ist es soweit: meine Zeit in Harleshausen, sechzehneinhalb Jahre, prall gefüllt mit vielen Ereignissen und Erlebnissen, geht zu Ende.
Der Ruhestand naht, eine Zeit, mit der viele unterschiedliche Gefühle verbunden sind. Im Augenblick sind es eher die melancholischen.  Was ich hinter mir lasse, ist auch ein Teil meiner selbst. Ich weiß natürlich, dass ich diesem bisherigen Leben Lebewohl sagen muss, bevor ich in ein anderes eintreten kann, und ich weiß zugleich, dass auch ohne mich die Sonne weiter über Harleshausen aufgehen wird.


Irgendwo habe ich gelesen: „Der ist reich, dem das Leben die Abschiede schwer macht.“ So gesehen bin ich ein reicher Mann. So viele Jahre habe ich mit Kollegen, mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen gearbeitet, dass ich mir im Moment noch gar nicht vorstellen kann, wie es in Zukunft ohne sie alle, ohne diesen dienstlichen Alltag gehen wird. Aber es ist schön, dass wir uns erinnern können, dass Erinnerungen lebendig bleiben, so lange wir sie uns erzählen.

Ob ich Ihnen ein guter Pfarrer war, das mögen Sie beurteilen. Ich habe mich bemüht, für Sie da zu sein - stets ohne Anrufbeantworter und ohne während eines Gespräches auf  die  Uhr  zu  schauen. Ich  habe  mich bemüht, Ihre Sorgen und Ihre Traurigkeit ernst zu nehmen, Ihnen Gottes Wort menschennah zu predigen, ohne dabei meine eigene Betroffenheit oder Position zu verhehlen. Ihre zahlreichen, oft fundierten, auch kritischen Reaktionen beim Kirchentee oder nach Beerdigungen haben mich bestärkt, bestätigt und gestützt in meiner Arbeitsweise. Ich habe stets gerne gepredigt, ob in der Erlöserkirche, den Altenheimen oder der Elena-Klinik, und offenbar haben Sie das auch gespürt.

Gerne erinnere ich mich an gelungene Feste und Veranstaltungen in den verschiedenen Gruppen und Kreisen, und besonders an die gelungene Neugestaltung des Altarraumes.
Bei allen Aktivitäten war mir Teamarbeit stets wichtig. Ich bin dankbar für alles Mitdenken und Mitgestalten,  Musizieren und viel praktische Kleinarbeit.

Bei all dem war mir meine Frau das liebste, vertrauteste und kritischste Teammitglied. Ohne ihre aktive Begleitung, ihre Mitarbeit und ihr Verständnis wäre vieles nicht möglich gewesen. Ihr gilt mein ganz besonderer Dank!

Wir verlassen eine Gemeinde, die aufgeschlossen und meist wohlwollend unsere Ideen aufgenommen hat, die gut aufgestellt dem Wandel der Zeiten entgegensehen kann.
Allen Mitarbeitenden, und denen, die uns Freunde geworden sind,  wünschen wir nun von Borken aus Gottes gutes Geleit für die weitere Arbeit im Weinberg Gottes.

Tschüss, adieu, auf Wiedersehen,
Ihr Pfarrer Dieter Bartsch
 

Monatsspruch Dezember

Ach, die Tür des Glücks, sie geht nicht nach innen auf“, hat einmal Sören Kierkegaard gesagt. Das ist ein ganz und gar adventlicher, weihnachtlicher Satz, der leider viel zu wenig beherzigt wird. Denn Weihnachten, das ist das Fest, an dem viele Menschen versuchen, Glück, Frieden und Harmonie geradezu herbeizuzwingen. Wochen, ja, Monate im Voraus wird geschmückt, gekauft, geplant.

„Ach, die Tür des Glücks, sie geht nicht nach innen auf“- dennoch, welche Anstrengungen, welcher Stress werden auf sich genommen, damit das Fest gelingt. Doch die Tür des Glücks kann ich nicht einhämmern oder einrennen. Selbst wenn ich mich mit Macht dagegen werfe, bleibt sie geschlossen. Vor der Tür des Glücks kann ich nur einen Schritt zurücktreten und warten.

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Computerkurse für ältere Mitbürger

Computerkurse für ältere Mitbürger

Computerkurs_1

Als das Stadtteilbüro „Älterwerden in Harleshausen” seine Arbeit mit einer Umfrage begann, wurde immer wieder der Wunsch nach Computerkursen für ältere Mitbürger geäußert. Unsere Kirchengemeinde hat die Trägerschaft für diese Arbeit übernommen.
Wir freuen uns, dass wir uns damit an einer neuen Form der Seniorenarbeit beteiligen.

Die "jungen Alten" zeigen sich lernbereit, sie wollen mit ihren Kindern und Enkeln elektronische Post (e-mails) austauschen können, d.h. an modernen Formen der Kommunikation teilhaben. Sie wollen die Möglichkeiten des Internets kennen lernen und nutzen, um sich so vielleicht den einen oder anderen Weg (zum entfernten Briefkasten, der Post oder zur Bank) zu ersparen. Wer die bekannte Anfangsscheu vor Computern (z.B. zusammen mit unseren Mitarbeitern) abgelegt hat, der hat auch keine große Scheu mehr vor vielerlei neuer Technik, die uns heute auf der Bank, in Parkhäusern, auf Bahnhöfen und wo sonst noch begegnet.

Als wir im Januar 2004 begonnen haben, Computerkurse für Senioren anzubieten, hat niemand von uns zu hoffen gewagt, dass dies ein so durchschlagender Erfolg würde. Inzwischen haben schon 254 Frauen und Männer an unseren Kursen teilgenommen. (Stand Sept.2006).

Wir sind keine Computerschule, vielleicht ist das eine unserer Stärken. Es gibt zwar eine Art Lehrplan für die Anfangskurse, aber jeder Teilnehmer darf so langsam oder schnell lernen, wie es sein Lernfortschritt oder die Gruppe zulassen. Wir arbeiten mit eigenem, aus der Kurserfahrung entstandenem Übungsmaterial. Möglich ist das alles nur dank der KursleiterInnen, die ihre Zeit und ihr Wissen kostenlos zur Verfügung stellen.

Mittlerweile bieten wir neben den bewährten Grund- und Aufbaukursen Einführungskurse ins Internet an, dazu je nach Nachfrage Excel, Publisher, Bildbearbeitung und einen Projektkurs, der sich das anstehende Kirchenjubiläum zum Thema genommen hat und Informationen dazu im Computer sammeln und aufarbeiten möchte.

Seit kurzem hat sich eine Gruppe gefunden, die diese Homepage für die Gemeinde erarbeitet, pflegt und betreut.

Nach wie vor finden unsere Computerkurse für Senioren großen Zuspruch, das freut uns sehr!

 
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Gestaltet von Gabriele Zankl.