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Archiv 2010

Gott der Vater

„Oh, mein Papa ..." - mit wie viel Wärme und Verehrung in der Stimme besang Lys Assia 1950 ihren Vater als wunderbaren Künstler und Clown. Einen Vater zu haben, an dem man sich dankbar orientiert, ist ein Geschenk. Väter sind unersetzbar, auch dann, wenn sie nicht so hell wie im alten Schlager als Vorbild glänzen. Eine gelingende Vaterbeziehung stärkt für das Leben.

Christen reden Gott als Vater an - und unterscheiden sich damit von Israel. Das Volk Israel nennt Gott kaum einmal „Vater", erst Jesus hat Gott als Vater angeredet, im Vaterunser, aber mit der besonders vertraulichen Formulierung  „Abba" (Markus 14,36), die dem Vater in der Familie gilt und Lys Assias zärtlicher Anrede „mein Papa" durchaus nahe kommt. Von hier aus wird die Bezeichnung Gottes als „Vater" geläufig, sodass Paulus sie in seinen Briefen ganz selbstverständlich verwendet: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!" (1. Korinther 1,3) - Auch ist nur konsequent, dass, wo Jesus als der Sohn Gottes bekannt wird, dieser als sein Vater angesprochen wird. So wird im Neuen Testament die Umschreibung Gottes als „Vater" üblich und findet ihren Weg ins Glaubensbekenntnis.

Gegen die Anweisung in 2. Mose 20,4 („Du sollst dir kein Bildnis machen") ist Gott seitdem vielfach als Vater dargestellt worden und manchmal wurde er allzu nahtlos mit diesem Bild identifiziert - Gott ist, wie die Bibel bezeugt, seinen Kindern ebenso Mutter wie Vater. Immerhin lassen sich aus Gottes Beziehung zu seinem Volk Züge eines positiven Vaterbildes gewinnen: Dieser Vater bleibt seinen Kindern untrennbar solidarisch verbunden, lässt sich ansprechen, ist nahe auch dann, wenn er zornig ist. Er wendet seine ganze beschützende Macht auf und gibt seinem Volk, dem er verlässlich in Liebe zugewandt bleibt, orientierende Klarheit; er verleiht Stärke und Festigkeit. Davon sprechen ganz viele Psalmen. Er ist auch gerade dann mächtig auf dem Plan, als Jesus sich in seiner Sterbestunde bitter beklagt: Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Dieser Gott bleibt Christus zur Seite, indem er seine Liebe zu Jesus durch den Tod hindurchhält. Und damit bleibt er allen seinen Kindern treu. Wir hoffen, dass gerade unsere frisch Konfirmierten das spüren werden ihr Leben lang. Und noch etwas: Wollte Gott, dass wir menschliche Väter uns an ihm ein Beispiel nehmen.

 

Uwe Rieske, ergänzt durch Gedanken von Michael Rohde

 

 

Sommerfest auf der Wiese

Sommerfest auf der Wiese

Donnerstag, 10. Juni 2010

ab 15.30 Uhr

Wiese hinter dem Jugendzentrum

Helmarshäuser Str. 6

Dazu sind alle Kirchen-Mäuse groß und klein herzlich willkommen, auch die Eltern sind herzlich eingeladen.

Gemeinsam wollen wir feiern, klettern, auf Schatzsuche gehen und am Lagerfeuer grillen.

An diesem Nachmittag wollen wir Frau Regina Janßen für ihre 20jährige ehrenamtliche Mitarbeit  bei den Mäusen danken.

Zum Abschluss gegen 16.30 Uhr gibt es Lieder zum Singen und Mitmachen.

 

Bolzturnier

Nicht vergessen!
Bolzturnier „Kick school out!“ am 2. Juli 2010 ab 15.00 Uhr

Am letzten Schultag wird wieder unser traditionelles Kleinfußball-Spaßturnier auf dem Bolzplatz Harleshäuser/Ecke Todenhäuser Str. stattfinden. Wir freuen uns über möglichst viele Mannschaften.

Spielgruppen melden sich am besten schriftlich an mit Name und einer Bezugsperson im Jugendclub, Helmarshäuser Str. 6. Es werden keine Startkosten erhoben, dafür gibt es u.a. Pokale und andere Kleinigkeiten. Natürlich sind wie immer Jungs und Mädels willkommen!


 

Leben zwischen Mauern

43 Jahre warten auf den Frieden – Leben zwischen Mauern

Vortrag von Frau Faten Mukarker - einer christlichen Palästinenserin - über ihr Leben in Bethlehem. Selbst in Deutschland aufgewachsen, vermag sie gerade uns Deutschen die besondere Situation dort gut darzustellen. Sie macht die verschiedenen Etappen des Konfliktes transparent und wagt Zukunftsvisionen. In einprägsamer Erzählweise macht Faten Mukarker dem Zuhörer deutlich, dass sie und ihre Landsleute sich nichts sehnlicher wünschen, als ohne Angst und in Frieden, frei und selbstbestimmt in einem eigenen lebensfähigen Staat neben dem Staat Israel zu leben.
Nach dem Vortag verkauft Frau Mukarker u.a. Olivenholz-Krippenfiguren, die von Olivenholzschnitzern in Bethlehem und Umgebung hergestellt werden.

Sonntag, 13.06.2010 um 19.30 Uhr
Pfarrsaal der kath. Kirche Herz Mariä - Ahnatalstr. 31

Eintritt frei - Spende erwünscht!
 

Himmelfahrt

Himmelfahrt

Seit dem vierten Jahrhundert feiern Christen weltweit 40 Tage nach Ostern das Fest „Christi Himmelfahrt“. Biblische Grundlage ist neben dem Markus- und Lukasevangelium das erste Kapitel der Apostelgeschichte im Neuen Testament. Dort steht, dass der Auferstandene vor den Augen seiner Jünger „aufgehoben“ wurde: „Eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken“ (Apostelgeschichte 1,9). Dies ist auch ein bevorzugtes Motiv in der bildenden Kunst. Himmelfahrt wird allerdings in der Theologie kaum noch als „fantastische Reise“ verstanden. Der Himmel ist danach kein geographischer Ort, sondern der Herrschaftsbereich Gottes. Wenn es im Glaubensbekenntnis heißt „... aufgefahren in den Himmel“, bedeutet dies nach christlichem Verständnis, dass der auferstandene Christus „bei Gott ist“. Himmelfahrt wird so auch als Symbol der Wandlung und spirituellen Entwicklung der Persönlichkeit gedeutet.

 
Weitere Beiträge...
  • Zivildienstleistender
  • Ökumenischen Seminar

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