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Monatsspruch Mai 2011

Liebe Gemeinde, in unserem täglichen Leben verwenden wir das Wort „Segen" recht oft: „Ein gesegnetes neues Lebensjahr", „Gesegnete Feiertage" oder - was uns gar nicht mehr bewusst ist - das in vielen Betrieben gebräuchliche „Mahlzeit" zur Mittagspause, es heißt eigentlich „gesegnete Mahlzeit". Ebenso ist in vielen Redewendungen vom „Segen" die Rede: „Sich regen bringt Segen", der „Haussegen", der „Erntesegen", oder der „Kindersegen". Sie können die Liste noch beliebig fortsetzen. Dass man sich zu Geburtstagen, zu Jubiläen, zu Weihnachten oder zur Geburt eines Kindes Briefe oder Karten mit Segenswünschen sendet, ist heutzutage etwas aus der Mode gekommen, eigentlich schade. Freundliche Worte und ein guter Wunsch, der Zuspruch von Segen, das tut gut.

Bereits in der Antike war der Gebrauch von Segensworten üblich. So beschloss man schon damals einen Brief mit einem Segenswort. Paulus beendete seinen Brief an die Römer mit dem segnenden Zuspruch „Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr völlige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geistes." (Röm. 15,13).

Die Segensworte des Paulus sind auch ein segnender Zuspruch an uns. Wir können im Glauben Freude und Frieden von Gott empfangen. Doch gibt es denn da überhaupt etwas, was mich so mit Freude erfüllen und so auch meine alltäglichen Sorgen vergessen lassen kann? Und von welchem Frieden spricht da Paulus? Der Weltfrieden kann wohl kaum gemeint sein. So wird der eine oder die andere von Ihnen vielleicht denken.

Paulus ist sich sicher, Gott schenkt dem Menschen Freude und seinen Frieden. Gott liebt den Menschen. Aus Liebe ist er für uns am Kreuz gestorben, hat er für uns das auf sich genommen, was eigentlich unsere Last, unsere Schuld ist. Aus Liebe schenkt er so seinen Frieden. Einen Frieden, für den wir nichts tun müssen, für den wir nichts tun können. Denn Gott hat schon alles getan. So können wir im Glauben froh sein, denn unsere Schuld wird uns nicht mehr angerechnet werden, und wir haben Frieden mit Gott.

Paulus will unsere Sorgen und unser erfahrenes Leid nicht wegreden, er will uns vielmehr Mut machen: Bei allem, was wir tun, ist Gott dabei. Gott geht mit uns diesen Weg, unseren Weg. Aus Liebe schenkt er uns seinen Frieden, aus Liebe will er, dass wir Freude empfinden, aus Liebe will er, dass wir leben werden bei ihm. So können wir froh sein und jetzt schon in Frieden mit Gott leben, auch wenn alltäglich Sorgen uns quälen und Ängste uns klein machen.

Liebe Gemeinde, ich wünsche Ihnen, dass Sie die Freude und den Frieden, den der Glaube an Jesus Christus in sich birgt, erfahren, und schließe mit den Worten des Apostels Paulus, die Sie als Segensworte in dieser Frühlingszeit begleiten mögen:

„Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr völlige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geistes."

 

Ihre Susanne Leinweber

 

 
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Gestaltet von Gabriele Zankl.