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Monatsspruch

Diesen Satz müsste man sich täglich vorsagen. Ich danke, also bin ich. Ich danke, darum ist oder wird gut, was ich von Gott empfange. Und was empfange ich nicht von Gott? Schon Hiob weiß, dass bei Gottes Gaben auch etwas sein kann, was ich als „böse" empfinde oder nicht verstehen kann. Selbst Böses, Unglück oder Unverständliches kann also gut werden, wenn ich es dankbar empfange. Ist das so? Ich höre die Zweifler und Skeptiker ganz deutlich. Da sind auch Menschen darunter, die durch schlimme Erfahrungen ihren Glauben verloren haben, ja den Glauben an Gott grundsätzlich ablehnen und sogar bekämpfen.

Biblische Sätze, daran sollen wir uns gelegentlich erinnern, sind nicht unmittelbar aus Gottes Mund und Herzen gekommen. Oft sind biblische Sätze, Bücher oder Briefe schon Predigten, aus denen Literatur wurde, so, wie wir sie heute eben lesen und kennen. Auch die Sätze des Timotheus sind Nachgedachtes über Gott und die Welt und mein Leben. Das macht sie nicht weniger wertvoll, aber in einer anderen Weise bedenkenswert.

Hier spricht nicht Gott selbst; hier spricht ein Mensch über seine Erfahrungen mit Gott. Wir können diesem Menschen trauen und seine Worte ernst nehmen; wir können seine Gedanken aber auch befremdlich finden und uns lieber an Worten Jesu festhalten.

Wer den Worten des Timotheus traut, gibt dem eigenen Leben eine neue Richtung. Dafür sind die Worte hilfreich. Der Richtungswechsel liegt im Wort „Danke". Vor allem anderen will ich danken. Vor allem anderen will ich sehen und erfühlen, wofür ich Gott danken kann. Das ändert meine Einstellung zum Leben. Wer dankt, will und kann Gott erfühlen. Und wird sich selbst besser verstehen.

Ihr Michael Rohde

 

 
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Gestaltet von Gabriele Zankl.