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Menschen der Gemeinde

Karola Giller

Menschen in der Gemeinde Interview mit  Karola Giller, Gemeindesekretärin der Erlöserkirche

Frau Giller, auf der Rückseite des Gemeindebriefes findet sich ihr Name unter der Rubrik „Gemeindebüro". Was kann man sich darunter vorstellen?

In der Kirche gibt es einen kleinen abgetrennten Raum, der als Gemeindebüro dient. Während der Sprechzeiten befinde ich mich dort. Der Zugang ist neben dem Gemeindehaus von außen möglich.

Ihre offizielle Bezeichnung lautet Pfarramtssekretärin. Was machen Sie in diesem Büro?

Es sind vielfältige Aufgaben, die vor allem auch mit Kirchenverwaltung zu tun haben, wie Führung der verschiedenen Kirchenbücher, als da sind: Tauf-, Konfirmations-, Trauungs- und Totenbuch. Diese befinden sich ab dem Jahr 1951 in der Gemeinde. Alle früheren Jahrgänge sind im landeskirchlichen Archiv in Kassel, so dass wir Auskünfte erst ab 1951 erteilen können. Dann gibt es auch noch das Kollektenbuch und  die Überwachung der Klingelbeutelsammlungen. Die Aufstellung des Gottesdienst- und Kollektendienstplans gehört ebenso zu meinen Aufgaben wie die Fortschreibung des Veranstaltungs- und Vermietungsplanes, damit es nicht zu Überschneidungen bei den vielen Terminen kommt. Selbstverständlich obliegen mir auch die eigentliche Buchhaltung, soweit sie in der Gemeinde zu erledigen ist, mit jährlich über 300 Buchungsvorgängen sowie die Ausstellung von Spendenbescheinigungen. Weiterhin bin ich für die Archivierung der anfallenden Buchungsunterlagen gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen und der internen Regelungen der Landeskirche verantwortlich.
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Reinhard Wintersperger

Herr Wintersperger, Sie sind Ortsvorsteher des Stadtteils Harleshausen. Sind Sie der „harleshäuser Bürgermeister"?

Seit Harleshausen 1936 nach Kassel eingemeindet wurde,  gibt es hier keinen Bürgermeister mehr. Die Stadt Kassel hat für jeden ihrer 23 Stadtteile einen Ortsbeirat eingerichtet. Dieser besteht in Harleshausen aus 11 Personen und wählt ein Ortsbeiratsmitglied als Vorsitzenden, der die Bezeichnung Ortsvorsteher führt. Der Ortsbeirat wird von der Stadtverwaltung zu allen wichtigen Angelegenheiten, die den Stadtteil betreffen, angehört und darf über einige weniger wichtige Fragen entscheiden - z. B. die Benennung von Straßen oder den Standort von Spielplätzen. Bei der Unterhaltung von Straßen und Grünanlagen können wir in Höhe von ca. 22.000,- € jährlich bestimmen, welche Maßnahmen durchgeführt werden, und wir können 2.000,- € an die Vereine des Stadtteils „zur Förderung der örtlichen Gemeinschaft" verteilen.

 

Der Ortsbeirat wird gewählt, und entsprechend sind die Parteien mit ihren Mandaten vertreten. Welche Rolle spielt die „große Politik" in diesem Gremium?

Gar keine, weil wir uns ausschließlich mit Angelegenheiten des Stadtteils beschäftigen und uns hier meistens einig sind. Ich bin seit 1990 (mit einer Unterbrechung von 2 Jahren) Mitglied im Ortsbeirat und erlebe es in all diesen Jahren, dass wir fair miteinander umgehen und ehrlich bemüht sind, die für Harleshausen und seine Bürger richtigen Antworten zu finden. So werden die meisten Beschlüsse einstimmig gefasst. Und auch dort, wo wir uns nicht einigen können, gehen wir sachlich und respektvoll miteinander um.

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Pfarrer Strenger

Herr Pfarrer Strenger, Sie gehören in gewissem Sinne zum „Harleshäuser Urgestein" und sind mit nun 65 Jahren immer noch als katholischer Gemeindepfarrer aktiv.

Nun ja, ich bin seit September 1980 in Herz Mariä tätig und muss auch im Gegensatz zu den Kolleginnen und Kollegen der Erlöserkirche bis mindestens zum 70. Lebensjahr arbeiten.  Als „Harleshäuser Urgestein" engagiere ich mich gerne in der Arbeitsgemeinschaft Harleshäuser Vereine, Verbände und Kirchen (ARGE) und in der Jugendförderinitiative.

Ungewöhnlich ist auch ihr Pfarrbezirk. Was gehört eigentlich alles dazu, und wie viele Gemeindeglieder haben Sie zu betreuen?

Zur Pfarrei gehören außer Harleshausen auch noch Ahnatal, Jungfernkopf und Teile von Kirchditmold und Rothenditmold sowie 7 verschiedene Heime, die Elenaklinik und ein Kindergarten. Insgesamt bin ich Seelsorger für etwa 3800 Menschen.

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Interview mit Matthias Enkemeier

Menschen in der Gemeind - Interview mit Matthias Enkemeier:

Herr Enkemeier, viele Menschen kennen Sie als „den Musiker von Harleshausen". Ihr Beruf ist aber ein anderer.

Nach der Grundschulzeit in Harleshausen, dem Abitur am Friedrichsgymnasium, dem Zivildienst in der Gustav-Heinemann-Wohnanlage in Waldau absolvierte ich eine Tischlerlehre bei der Kasseler Schreinerei Kegel und Hetzler. Anschließend studierte ich in Hamburg Gewerbelehramt für die Fächer Holz- und Kunststofftechnik und evangelische Religion. Fest bestallt als Berufsschullehrer bin ich seit Februar 1991 an der Walter-Hecker-Schule in Kassel.  Seit 1998 darf ich dort als Abteilungsleiter in der Schulleitung mitwirken.

Wie kommt nun jemand mit dieser Ausbildung zur Musik beziehungsweise weshalb haben Sie die Musik nicht zum Beruf gemacht?

Zur Musik kam ich durch die familiären Umstände - Musik gehörte von Anfang an dazu. Kinder von musikalischen Menschen entgehen ihrem Schicksal nicht - Gott sei Dank! Allerdings gab es bei meinen Vorfahren auch noch zwei andere - offensichtlich dominante - genetische Dispositionen: Lehrer und Tischler.  Im Zusammenspiel mit etwas Feigheit vor dem Schritt ins professionelle Musikertum hat das dazu geführt, dass ich nun musikalischer Tischlerlehrer bin.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich all Ihre Aktivitäten in der Kirchengemeinde vollständig aufzählen kann. Kirchenvorstand, kirchenmusikalischer Ausschuss, Leitung des Harleshäuser Blechbläserensembles, des Harleshäuser Kammerorchesters, der Silvesterwoche und des Silvesterkonzerts, Organisation der Harleshäuser Kammerkonzerte...

Ganz wichtig: Seit meinem 12. oder 13. Lebensjahr singe ich im Kirchenchor (der Kantorei) mit.

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Christina Schulze

Christina Schulze verabschiedet

„Gott sei Dank hat Gott uns die Musik gegeben" - Pfarrerin Sabine Decker stellte diese Worte an den Beginn ihrer Begrüßungsrede, als am Sonntag, 29. Mai 2011, Christina Schulze als Kantorin in den Ruhestand verabschiedet wurde. Freunde und Wegbegleiter hatten sich neben vielen anderen Gemeindemitgliedern im Gemeindesaal unserer Erlöserkirche eingefunden. Nach dem 18-Uhr-Gottesdienst "Musik und Wort" (diesmal fulminant mit Blechbläserensemble, Orgel-Solist Heiko Fülle und dem Kirchenchor Süsterfeld-Helleböhn sowie dem Ev. Singkreis Simmershausen und natürlich unserer Kantorei) fand dort ein kleiner Empfang zum Abschied von dieser Funktion statt.

Pfarrerin Decker dankte im Namen der Gemeinde für langjährigen Dienst. Frau Schulze, seit der Bestellung Ihres Mannes Andreas Schulze-Craney zum Kantor in Harleshausen im Jahr 1971 durch die Zusammenarbeit mit ihm schon lange mit kirchenmusikalischem Engagement, übernahm nach dessen Tod vor elf Jahren seine Aufgaben. Die studierte Kirchenmusikerin bleibt der Gemeinde als Organistin erhalten; ihre Nachfolgerin wird Frau Daniela Welteke, mit der Kantorei schon lange als Sängerin vertraut.

Alle Dankesredner rühmten die Herzlichkeit, das Geschick im Umgang mit Menschen und die Kompetenz von Frau Schulze. 42 Jahre leitete sie den Süsterfelder Kirchenchor; der Simmershäuser Chor, lange Jahre ebenfalls von ihr geleitet, löst sich auf.

Jetzt hat die beliebte und umtriebige Ex-Kantoristin Zeit, sich mit den von Pfarrerin Decker übergebenen Geschenken zu befassen: einen Rosenstock im Garten ihres neuen Domizils zu pflanzen, einen Bildband über das Werk Michelangelos zu genießen - und eine Klingel für das neue Haus anbringen zu lassen, damit Besucher nicht ungehört bleiben.

Fotos: M. Rohde - Text: R. Merforth

 

 

Bettina Albrecht

Frau Albrecht, im Gemeindebrief steht, dass Sie Leiterin des „Kinderspielkreis (Kindergarten für Kinder von 3 - 6 Jahren)" sind. Wieso dieser etwas sperrige Name?

Unser Kinderspielkreis besteht jetzt schon seit fast 40 Jahren und seit 33 Jahren als eingetragener Verein. Es gab immer wieder Missverständnisse wegen der Altersgruppe, deshalb der Zusatz in Klammer.

Was verbindet diesen Verein mit der Evangelischen Kirchengemeinde Harleshausen?

Wir sind am 01. Oktober 1999 in die Helmarshäuser Str. 6 gezogen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir unseren Gruppenraum im Gemeindehaus in der Karlshafener Str.  Eine feste Einrichtung, damals wie heute, ist der wöchentliche Besuch von Pfarrer Rohde, der die Nachfolge von Pfarrer Bartsch übernahm. Er erzählt den Kindern biblische Geschichten. Wir  feiern die kirchlichen Feste gemeinsam. Der Weihnachtsgottesdienst zusammen mit den Eltern und die Vorbereitung sowie die Teilnahme am Schulanfängergottesdienst sind ein wichtiger Bestandteil unserer gemeinsamen Arbeit auf christlichem Fundament.

Bedeutet dies, dass nur evangelisch getaufte Kinder zu Ihnen kommen können?

Nein, natürlich nicht. Ich selbst bin katholisch. Früher war es mal so, dass man nur Kinder mit fremder Konfession aufnehmen durfte, wenn man den Kindergarten anders nicht voll bekam. Doch dies gehört - Gott sei Dank - der Geschichte an! Bei uns sind alle Kinder willkommen. Die Eltern wissen von Anfang an, dass wir ein Evangelischer Kinderspielkreis sind und dies auch leben. Wer damit nicht einverstanden ist, bringt sein Kind auch nicht zu uns. Selbst unsere türkischen Kinder dürfen an allen kirchlichen Aktionen teilnehmen.

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Christina Schulze

Sie sind die, die in Harleshausen mit am lautesten und dennoch oft im Verborgenen zur Ehre Gottes tätig sind: Christina Schulze Organistin und Kantorin der Erlöserkirche in Harleshausen.

Frau Schulze, im April treten sie in den Ruhestand. Werden sie dann leiser?

Nein, aus zwei Gründen nicht. Zum einen sind es ja meine Finger, die an der Orgel Lautstärke entstehen lassen können - und  wer möchte nicht gelegentlich den Jubel der Orgel genießen - und zum anderen „schleiche" ich mich in den Ruhestand und werde zunächst weiterhin als Organistin in den Gottesdiensten zu hören und zu sehen sein.

Können Gottesdienstbesucher Sie denn auch  „zu Gesicht" bekommen?

Da die Orgel auf der Empore steht, kann man mich meist nicht sehen. Aber natürlich ist jeder herzlich eingeladen, zu mir auf die Empore zu kommen und von dort am Gottesdienst teilzunehmen oder mich „zu besuchen". Gerne bin ich auch bereit, dieses wunderbare Musikinstrument zu erklären, vorzuführen oder mich auch über die Musik zu unterhalten. Die Lieder im Gottesdienst werden von den Pfarrern vorgegeben, Orgelvor- und -nachspiel wähle ich aus,  in Anlehnung an gesungene Lieder oder Texte und um ein kurzes „Nachsinnen" zu ermöglichen.

Wie sind Sie zur Kirchenmusik gekommen?

Ich bin damit groß geworden. Meine Großmutter hat bei der Hausarbeit immer Kirchenlieder -alle Strophen- gesungen und wie meine Mutter in Chören mitgewirkt. Das wollte ich dann auch. So kam ich über  den Kinderchor und dann bereits mit 12 Jahren in die Kantorei (und durfte  schon lange aufbleiben!). Zu Hause gab es auch ein Klavier, und so bekam ich Klavierunterricht von unserem Kantor. Erst danach durfte ich an die Orgel, die mich schon immer faszinierte. In Hannover habe ich  Kirchenmusik studiert (und meinen Mann kennen gelernt) und den Abschluss als hauptamtliche Kirchenmusikerin erlangt. Über den Kirchenmusiker Ziegler kam ich  1969 zur Gemeinde in Süsterfeld. Mein Mann fing 1971 als Kantor in der Erlöserkirche an. Nach seinem Tod vor nunmehr 11 Jahren habe ich seine Aufgaben hier übernommen. Also neben dem Orgelspiel auch die Leitung der Kantorei.

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Mareile Eichler

Liebe Mareile, wir kennen uns schon über 40 Jahre aus alten Gießener CVJM-Zeiten. Meine Frau und mich hat der Beruf 1976 nach Kassel geführt. Wieso und seit wann bist du hier?

Mein Mann fand als Krankenpfleger in Kassel eine Anstellung. Daher zogen wir im Oktober 1983 mit den Kindern Mirjam und Christian nach Kassel und wohnten in der Ahnatalstraße. 1985 wurde dann unser Sohn Martin geboren.

Du warst schon immer in der Kirchengemeinde aktiv. Kannst du dich noch erinnern, was du so alles schon gemacht hast?

1987 fing ich mit zwei Freundinnen im Jugendzentrum mit den „Mäusen" (4-6 jährige Kinder) an. Danach kamen die „Spatzen" ( 6-9 jährige Kinder) hinzu. Außerdem gab ich Gitarrenkurse für Kinder und Erwachsene.  1994 habe ich die Leitung des Kinderchores für 10 Jahre übernommen. Während dieser Zeit war mir die Teilnahme und Mitarbeit in den Hauskreisen wichtig.

Ostern vor 10 Jahren hast du als Küsterin der Erlöserkirche angefangen. Ich habe mal nachgelesen: Küster kommt von custos - „Wächter" (auch Messner, Sakristan, Kirchner) und bezeichnet einen kirchlichen Angestellten für Hilfsarbeiten in christlichen Kirchen. Wie kamst du dazu?

Als gelernte Krankenpflegehelferin hatte ich 1998 meine Berufstätigkeit in der ambulanten Krankenpflege wieder  aufgenommen. Als mein Vorgänger Herr Klunz in den Ruhestand ging, habe ich, wie andere auch, vermehrt bei der Gottesdienstvorbereitung geholfen. Frau Geißler, deren Ehemann ebenso wie mein Mann im Kirchenvorstand war, sagte dann zu mir, dass ich doch diese Arbeit eigentlich weiterführen könnte. So bewarb ich mich 2001 auf diese Stelle und erhielt sie - leider nur noch als halbe Stelle.

Was sind die Schwerpunkte deiner Arbeit, da du ja unmöglich alles machen kannst?

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Blick in die Zukunft - Sabine Decker

Einen Blick in die Zukunft möchte ich heute mit der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes und geschäftsführenden Pfarrerin der Erlöserkirche in Harleshausen, Sabine Decker, führen.

Frau Decker, alle reden von Finanzen, intelligentem Sparen und der Zukunft der „Kirche“. Was haben wir in 2011 in der Erlöserkirche zu erwarten?

Beim Blick in die Zukunft ist mir wichtig, dass die Gemeinde engagiert ist und sich von der Botschaft Jesu bewegen lässt. Eine lebendige Gemeinde löst Finanzprobleme und geht gewissenhaft mit anvertrauten Geldern um. Dies hat sich ja auch in der Vergangenheit bereits eindrucksvoll gezeigt. So wurden die Turmuhr und die Orgel wunderschön restauriert – weitgehend aus Spenden finanziert. Zurzeit werden Spenden für einen Flügel eingeworben. Ich bin sicher, dass auch dies gelingen wird.

Können wir also davon ausgehen, dass in Harleshausen weder Pfarrer abgezogen werden noch Gemeindehäuser geschlossen werden?

Nun, das Gemeindehaus im Kuckucksweg musste verkauft werden. Dadurch fehlen uns nun Räumlichkeiten, so dass die Überlegung besteht, ans Gemeindehaus noch ein „Stuhllager“ anzubauen, um den Gemeindesaal noch effektiver nutzen zu können. An den drei Pfarrstellen dürfte sich nichts ändern, da mit der Elenaklinik und der Seelsorge in den Altenheimen weitere Aufgaben auf die Gemeinde übertragen wurden.

Und wie steht es um die - nur noch halbe- Küsterstelle oder Jugendmitarbeiter?

An der Küsterstelle wird sich nichts ändern. In der Jugendarbeit sieht es etwas anders aus. Hier wurde bereits ein Mitarbeiterteam gebildet, das jedoch für einige weitere Gemeinden zuständig ist. Im Jugendbereich werden dringend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer benötigt, die wieder eine Kindergruppe und die Theatergruppe betreuen könnten. In den letzten Jahren hat sich jedoch zunehmend als Problem herausgestellt, junge Menschen hierfür zu gewinnen, da die verdichtete Schule mit Nachmittagsunterricht und hohen Anforderungen neben den sonstigen Aktivitäten kaum Zeit lassen für weiteres Engagement. Trotzdem wäre es schön, wenn wir junge Menschen für diese Aufgabe gewinnen. Diese Mitarbeit bringt nicht nur die Gemeinde weiter, sondern führt auch zu einer positiven und profilierten Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen.

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Georg Dippel und die 13

Georg Dippel und die 13 - Ein Wort des Dankes

Im Fall Georg Dippel ist die 13 eine Glückszahl. Seit April 1997 ist er verantwortlich für das Zusammenlegen und die Verteilung der Gemeindebriefe. Und jedes dieser 13 Jahre bis zum November 2010 hat gezeigt: Der richtige Mann am richtigen Ort mit der richtigen Aufgabe vermag Berge zu versetzen. Konkret: Fast Monat für Monat, nämlich zehnmal in jedem Jahr, die Herstellung und Verteilung von tausenden „Gemeindeblättchen“, wie sie liebevoll genannt werden, zu organisieren und „seine Truppe“ bei Laune zu halten.

Nun heißt es Abschied zu nehmen. Und Dank zu sagen. Dank für freundliche Bestimmtheit. Dank für klare Ansage, für direkte Worte. Dank für die Bekanntschaft mit „Pfarrer Otto“ und seinen humorigen Weisheiten. Dank für Innehalten beim Klaviervortrag froher und nachdenklich machender Lieder. Dank für immer ganz besondere Gestaltung der Gratulations-Glückwünsche für Jubilare. Dank für Zuwendung und Aufmunterung, wo es nötig war. Dank halt für alles.

So wünscht der Zusammenleg- und Verteilerkreis sowie der Redaktionskreis unseres Kirchenblattes Herrn Georg Dippel von ganzem Herzen ein wenig mehr Ruhe vom Alltagsgeschäft, weiterhin allzeit ein fröhliches Herz und Gottes Segen auf seinen Wegen. Rainer Merforth

 

Georg Dippel

Am 23.11.2010 wurde Herr Georg Dippel als Koordinator „Zusammenlegen und Verteilen des Gemeindebriefs“ verabschiedet. Das war Anlass „in eigener Sache“ mit ihm ein Gespräch zu führen.

Herr Dippel, wissen sie, wie oft der Satz „melde sich bei Georg Dippel (Tel…)“ im Gemeindebrief stand?

Herr Dippel (lacht): Das habe ich noch nie errechnet. Seit 14 Jahren bin ich im Ruhestand. Etwa seit dieser Zeit nehme ich diese Aufgaben wahr. Vielleicht 140 mal!? Vor mir hat diese Aufgabe Frau Anni Götte bis ins hohe Alter wahrgenommen.

Wie viele Menschen helfen mit?

Etwa 40 legen die im Gemeindehaus gedruckten Blätter zusammen und 100 verteilen die Gemeindebriefe an alle Haushalte in Harleshausen. Beeindruckt bin ich von der Tatsache, dass es Menschen gibt, die seit Erscheinen des Gemeindebriefes oder seit vielen, vielen Jahren in der Redaktion, beim Drucken, Zusammenlegen oder beim Verteilen treu mitarbeiten. All denen möchte ich persönlich an dieser Stelle von ganzem Herzen danken.

Erzählen sie doch mal, was beim Zusammenlegen so geschieht.

Am letzten Dienstag im Monat treffen wir uns bei Kaffee, Saft und Kuchen (von Frau Stolzenberg) zum Zusammenlegen, wobei munter geplaudert wird. Zu Geburtstagen gibt es ein Ständchen am Flügel und bei runden Geburtstagen eine Glückwunschkarte mit den Unterschriften aller Helfer. Manchmal singen wir und es wird etwas vorgelesen, zum Beispiel eine lustige Begebenheit

von Pfarrer Otto in hessischer Mundart. Ganz nebenbei werden tausende von Blättern zu Gemeindebriefen zusammengelegt.

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Dr. Sabine Richter-Mekiffer

In loser Folge möchten wir in Zukunft Gespräche mit Menschen führen, die in unserer Gemeinde leben.  Heute:
Frau Dr. Sabine Richter-Mekiffer

> Frau Dr. Richter-Mekiffer, Sie sind praktizierende Fachärztin für Allgemeinmedizin, Palliativmedizin und Psychotherapie Sie sind im Kirchenvorstand der Erlöserkirche, wirken auch im „DRK-Palliative-Care-Team“  mit. Was ist Palliativmedizin?
Unter Palliativmedizin versteht man die Behandlung von Patienten, die an einer nicht heilbaren, fortschreitenden oder weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung leiden, mit dem Ziel, bestmögliche Lebensqualität in der verbleibenden Zeit zu erreichen.

> Um Palliativmedizinerin zu sein – mussten Sie da ein besonderes Studium machen oder sich besonders fortbilden?
Ich habe neben meiner Praxistätigkeit eine  Weiterbildung in Palliativmedizin absolviert. 160 Stunden Weiterbildung und eine schon abgeschlossene Facharztausbildung sind Voraussetzung für den Zusatz „Arzt für Palliativmedizin“.

> Was hat Sie zum Palliative-Care- Team geführt, und wer ist da noch dabei?
Palliativmedizin und Hospizarbeit sind für mich schon lange wichtig. Durch persönliche Kontakte kam ich vor einem Jahr zum DRK-Palliative-Care-Team, das sich infolge der höheren Nachfrage vergrößern wollte. Insgesamt sind vier niedergelassene Ärzte mit Weiterbildung in Palliativmedizin und sechs speziell in Palliativpflege ausgebildete
Schwestern und Pfleger z.T. in Teilzeit tätig.

> Wie lässt sich das mit ihrem Beruf verbinden? Haben Sie da feste Termine?
Jeder Arzt unseres Teams arbeitet als Hausarzt in eigener Praxis. Einmal pro Woche treffen wir uns mit dem gesamten Team zu einer  großen Teamsitzung. Die Hausbesuche werden von den Ärzten/innen und Schwestern/Pflegern einzeln oder gemeinsam durchgeführt. Wir müssen sehr viel telefonieren, um das Team informiert zu halten und die notwendige Koordination der komplexen Patientenversorgung zu sichern.  Wir stehen für unsere Patienten 24 Stunden am Tag zur Verfügung, auch am Wochenende.
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Gestaltet von Gabriele Zankl.