Georg Dippel
Welche Aufgaben mussten sie sonst noch persönlich erledigen?
Im Laufe des Monats erreichen mich immer wieder zu Hause Anrufe, mit der Bitte, vorübergehend oder auch endgültig eine Vertretung für das Austragen zu besorgen (zB wegen Krankheit). Das war oft nicht ganz einfach. Wichtig ist es dann, dass man Menschen persönlich kennt und mit ihnen Kontakt hält. Alle Änderungen müssen dann rechtzeitig im Gemeindebüro bekannt gegeben werden.
Weshalb geben sie diese wichtige Aufgabe nun ab?
Ich bin kürzlich 75 Jahre alt geworden. Da geht nicht mehr alles so leicht von der Hand, und das Gedächtnis lässt auch nach. Im Übrigen möchte ich meiner Frau und meinen Hobbys mehr Zeit widmen (u.a. lesen, malen, musizieren, wandern).
Und wie geht es dann weiter?
Ganz einfach. In der Rubrik „Gemeindebrief-Verteilen“ wird dann Frau Monika Mahn, die zu unserem Kreis gehört, mit ihrer Telefonnummer erscheinen. Jeder ist ersetzbar - wichtig ist nur, dass sich jemand findet, der diese Aufgaben übernimmt.
Haben sie einen Wunsch für Frau Mahn zum Start?
Ich wünsche Frau Mahn, dass ihr die neue Aufgabe nicht zur Last wird, dass auch ihr der Kreis weiterhin treu zur Seite steht und sie unterstützt. Unser Gemeindebrief entsteht durch eine schöne große Gemeinschaftsleistung. Viele Menschen arbeiten auf ein Ziel hin, nämlich den Menschen in Harleshausen Informationen über unsere Kirchengemeinde zu liefern.
Wie steht es um die Helferinnen und Helfer beim Verteilen des Gemeindebriefs?
Erfreulich gut. Neue Verteilerinnen und Verteiler werden aber immer wieder gebraucht. Besonders in den Wintermonaten, wenn unsere älteren Mitarbeiter bei Eis und Schnee gefährdet sind. Übrigens: Alle Ehrenamtlichen sind versichert. Schön ist es, dass inzwischen auch Konfirmanden mitmachen und Verteilbezirke übernehmen. Dazu gehören auch der „Blaue See“ und das „Erlenloch“.
Herr Dippel, neben dem Gemeindebrief sind und waren sie aber auch in anderen Bereichen der Gemeinde aktiv. Kirchenvorstand, Orgel…
…ja ja, so habe ich bereits etwa mit 15 Jahren im Kindergottesdienst die Orgel gespielt. Meine Frau und ich singen seit über 50 Jahren im Chor mit. Orgel habe ich 47 Jahre lang regelmäßig in den Sonntagsgottesdiensten im Gefängnis gespielt. Ansonsten: Kirchenvorstand, Kreissynode, Diakonieausschuss, den es aus meiner Sicht leider nicht mehr gibt. Heute mache ich nur noch beim „Besuchsdienst“ und im „Ökumenischen Ausschuss“ mit. In der katholischen Nachbargemeinde spiele ich übrigens auch einmal im Monat die Orgel als gelebte Ökumene.
Können wir auch in Zukunft damit rechnen, dass sie spontan als Gottesdienstbesucher die Orgel spielen, wenn plötzlich `Not am Mann` ist?
Natürlich, immer mal vertretungsweise, so lange Augen, Ohren und Gelenke noch mitmachen.
Möchten sie unseren Lesern etwas mit auf den Weg geben?
Ja, lesen Sie regelmäßig die „Gedanken zum Monat“ auf Seite 2, und machen sie Gebrauch von den Angeboten, die im Gemeindebrief stehen. Es ist schon ziemlich einmalig, einen derartigen Gemeindebrief monatlich zu erhalten. Hierauf dürfen wir stolz sein. Persönlich möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um folgenden Satz weiterzugeben, der mir wichtig ist: „Der, welcher geht, nimmt stets ein Stück von denen mit, die bleiben, und ebenso lässt er von sich etwas zurück beim Schei-
den“. Ich danke allen, mit denen ich all die Jahre zusammenarbeiten durfte und hoffe, dass der Gemeindebrief noch lange weiterlebt und dass sich immer wieder Menschen finden, die ihn am Leben halten.
Herr Dippel, ich danke ihnen für dieses Gespräch und wünsche ihnen und ihrer Frau Gottes Segen, Gesundheit und noch viele segensreiche Aktivitäten in unserer Gemeinde.
Dietmar Schaub