Ensemble Ars ad Mundum
Ars ad Mundum – Kunst für die Welt
Gegründet 2024 von dem Oboisten Giorgi Kalandarishvili und der Geigerin Anna Kaczmarek-Kalandarishvili, vereint das Ensemble internationale Musiker:innen in variabler Besetzung.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen textnahe Interpretation gepaart mit experimentellen Ansätzen, die sowohl etablierte Werke als auch selten gespielte Kompositionen, Bearbeitungen und moderne Stücke umfassen.
Ars ad Mundum versteht sich zudem als Kunstinitiative, die über Konzerte hinaus Kunstprojekte, Bildung und Jugendförderung fördert, und ist regelmäßig bei Konzertreihen und Festivals zu hören.
Giorgi Kalandarishvili – Oboe
Anna Kaczmarek-Kalandarishvili – Violine
Shengzhi Guo – Violoncello
Dmitry Ablogin – Klavier
25 € / Arbeitsuchende, Studierende, Auszubildende 10 € / Schüler 5 €
Mitglieder Karlshafen4 und Menschen mit Schwerbehinderung ab 70% 20 €
Kartenvorverkauf: Teehaus Harleshausen/Buchhandlung Harleshausen, Büro der Kirchengemeinde (Di – Fr von 9:00 – 12:00 Uhr), billetto:
Giorgi Kalandarishvili wurde in Tbilisi, Georgien, geboren und begann schon im Alter von sechs Jahren am Musikgymnasium für Hochbegabte “Wano Sarajishvili” Klavier zu lernen. Mit elf Jahren wechselte er zur Oboe. Bereits mit 13 Jahren gewann er das Piccoli Mozart Festival in Monte Carlo und wurde Preisträger von Jugend musiziert.
Sein Studium führte ihn zu Prof. Ingo Goritzki an die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, wo er sein Künstlerisches Diplom mit Bestnote erlangte. Anschließend setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater München in der Solistenklasse von Prof. François Leleux fort, die er erfolgreich abschloss. Schon während dieser Zeit war er beim Tiroler Sinfonieorchester engagiert und sammelte wertvolle Orchestererfahrung.
Als Solo-Oboist ist er ein gern gesehener Gast bei renommierten Orchestern wie dem Staatstheater Kassel, den Dortmunder Philharmonikern, dem Island National Sinfonieorchester Reykjavik, dem Stavanger Sinfonieorchester, den Essener Philharmonikern, dem Mozarteumorchester Salzburg und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.
Sein künstlerisches Schaffen umfasst auch intensive Kammermusik in unterschiedlichsten Besetzungen. Im Jahr 2024 gründete er gemeinsam mit der Geigerin Anna Kaczmarek Kalandarishvili das Ensemble Ars ad Mundum, das bereits in bedeutenden Konzertsälen und auf Festivals zu hören war, darunter die Bagno Konzertgalerie und das Summerwinds Münsterland Festival.
Giorgi Kalandarishvili ist international als Solist und Kammermusiker gefragt, konzertiert in Europa, Asien und Südamerika und gibt regelmäßig Meisterkurse in Deutschland, Italien und Georgien. In seiner künstlerischen Laufbahn arbeitete er mit herausragenden Musikerpersönlichkeiten wie Cecilia Bartoli, Helmuth Rilling, Frank Peter Zimmermann, Baiba Skride, Ivri Gitlis, Liana Isakadze, Vladimir Ashkenazy, Ingo Goritzki, Christoph Poppen und Christoph Altstaedt zusammen.
Seit 2018 ist er Solo-Oboist des Sinfonieorchesters Münster und leitet seit 2021/22 die Oboenklasse an der Musikhochschule Münster. Darüber hinaus ist er Artist der Oboenfirma Marigaux.
Anna Kaczmarek-Kalandarishvili, wurde in Żyrardów, Polen geboren, ist eine Geigerin mit großer stilistischer Bandbreite und internationaler Erfahrung. Bereits im Alter von neun Jahren debütierte sie als Solistin mit dem Witold-Lutosławski-Sinfonieorchester Plock in ihrer Heimatstadt. Mit 13 Jahren wurde sie an der Zenon Brzewski Musikschule für hochbegabte Kinder in Warschau aufgenommen.
Ihr musikalischer Weg führte sie später an die renommierte Fryderyk-Chopin-Universität für Musik in Warschau, wo sie von 2005 bis 2010 in der Klasse von Prof. K. Jakowicz studierte und ihr Diplom mit Auszeichnung erhielt. Es folgte ein weiterführendes Studium in der Solistenklasse an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. G. Schneider. Wichtige Impulse erhielt sie dort auch von Friedemann Berger (Kammermusik) und Mary Utiger (Barockvioline), bevor sie 2012 mit dem Meisterklassendiplom abschloss.
Bereits während ihrer Ausbildung wurde ihr Können bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben gewürdigt – unter anderem beim Internationalen Szymanowski-Wettbewerb. Meisterkurse bei musikalischen Persönlichkeiten wie Zakhar Bron, Sally Thomas, Wolfgang Marschner, Valentin Erben und Igor Frolov bereicherten zusätzlich ihre künstlerische Entwicklung. Sie war Stipendiatin der Yehudi Menuhin Stiftung “Live Music Now”, der polnischen Nationalstiftung zur Förderung junger Talente sowie des renommierten kanadischen Programms “Morningside Music Bridge”.
Seit 2013 ist Anna Kaczmarek-Kalandarishvili als Konzertmeisterin und Stimmführerin tätig – unter anderem bei den Hofer Symphonikern, dem Göttinger Symphonieorchester und dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester. Seit 2018 ist sie festes Mitglied des Sinfonieorchesters Münster.
Auch als Orchestermusikerin ist sie regelmäßig in renommierten Klangkörpern wie dem WDR Sinfonieorchester Köln, den Essener Philharmonikern oder den Dortmunder Philharmonikern zu hören. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen sowie internationale Konzertreisen als Solistin und Kammermusikerin – unter anderem nach Europa, Kanada, Südkorea und Nordafrika – prägen ihr künstlerisches Profil.
Neben ihrer Bühnenpräsenz engagiert sich Anna Kaczmarek-Kalandarishvili für die Förderung junger Talente. Seit 2022 ist sie oft als Dozentin, Jurorin und Organisatorin aktiv und hat mit der “Steinfurter Sommerakademie” eine Initiative für musikalischen Nachwuchs ins Leben gerufen.
Shengzhi Guo wurde in der chinesischen Provinz Hunan geboren und begann 1995 sein Studium an der zentralen Musikhochschule Peking, das er 2001 abschloss. Es folgte ein Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in der Klasse von Prof. Maria Kliegel. Im selben Jahr wurde er Stipendiat der Stiftung Live Music now, und seit 2007 ist er Stipendiat der Stiftung Villa Musica. Er besuchte Meisterkurse bei Mstislav Rostropovich, Natalya Shakhovskaya, Laurence Lesser, Janos Starker, Gent von Bülow und Mischa Maisky. Seit 2009 ist er Assistent von Prof. Maria Kliegel.
Der Cellist ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. So gewann er unter anderem 2008 den ersten Preis des Kammermusik-Wettbewerbs der Deutschen Musikhochschulen und 2013 den zweiten Preis sowie den Sonderpreis für die beste Janáček-Interpretation beim Internationalen Janáček-Wettbewerb in Brno.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit gilt der Kammermusik. Zu seinen prominenten Kammermusikpartnern zählen Ida Bieler, Kolja Blacher, Mayu Kishima, Gustav Rivinius, Harald Schoneweg, Erik Schumann, Sayaka Shoji, Jian Wang, Yuja Wang und Tianwa Yang. Außerdem tritt er als Solist mit diversen Orchestern auf.
Shengzhi Guo spielte bereits u. a. in der Rheinischen Philharmonie Koblenz, im Sinfonieorchester Wuppertal und im Philharmonischen Orchester Hagen, bevor er 2016 Solo-Cellist im Sinfonieorchester Münster wurde.
Dmitry Ablogin gilt als einer der führenden Pianisten seiner Generation und ist sowohl auf historischen als auch auf modernen Instrumenten zu Hause. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er 2018 durch seinen Erfolg beim Internationalen Chopin-Wettbewerb auf historischen Instrumenten in Warschau. 2021 gewann er den International German Piano Award und debütierte in der Alten Oper Frankfurt.
Er konzertierte in renommierten Sälen wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, dem Concertgebouw Amsterdam und der Kölner Philharmonie und trat als Solist u. a. mit dem Freiburger Barockorchester, dem Scottish Chamber Orchestra und dem Orchestra of the Eighteenth Century auf.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in Kammermusik und Lied. Er musiziert regelmäßig mit Künstlern wie Alena Baeva, Anastasia Kobekina, Kateryna Kasper sowie dem Eliot und dem Henschel Quartett.
Zu seinen vielbeachteten Einspielungen zählt ein Doppelalbum mit Beethovens Diabelli-Variationen auf modernem Flügel und historischem Fortepiano (Organum Classics), ausgezeichnet als „Album der Woche“ bei BR-Klassik. Weitere Aufnahmen wurden u. a. für den Preis der deutschen Schallplattenkritik, Opus Klassik und die International Classical Music Awards nominiert. 2023 erschien beim Chopin-Institut Warschau ein Album mit späten Werken Chopins auf dessen letztem Pleyel-Fortepiano.
Geboren in Moskau, erhielt Ablogin seine Ausbildung in Russland und Deutschland, unter anderem bei Jesper Bøje Christensen. Seit Oktober 2024 ist er Professor für Fortepiano an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und lebt in Frankfurt am Main.
Konzertprogramm:
Alexandre Tansman (1897-1986)
Suite pour clarinette, basson et hautbois, parties
Bearbeitet für Oboe Violine und Cello von Fan Yang
I. Dialogue
II. Scherzino
III. Aria
IV. Finale
Francis Poulenc ( 1899-1963)
Sonate für Oboe und Klavier
I.Élégie (Paisiblement)
II. Scherzo (Très animé)
III. Déploration (Très calme)
Anatol Stefan Riemer (*1970)
Alpensplitter
Auf Motive und Themen aus Richard Strauss’„Alpensinfonie“
Für Oboe/English Horn und Violine
Walter Rabl (1873-1940)
Quartet for Piano, Violin, Clarinet
( für English Horn bear. Fan Yang ) and Cello, Op.1 (1896) E-Dur
I. Allegro moderato
II. Adagio molto
III. Andantino un poco mosso
IV. Allegro con brio