Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Pfingstkonzert Harleshäuser Kammerorchester – Für Kurzentschlossene: Es gibt noch Karten an der Konzertkasse

25. Mai , 16:00 - 18:00

Programmänderung: Wolfgang Amadeus Mozart – Klarinettenkonzert A-Dur KV 622
Antonin Dvorak – Sinfonie Nr. 7 d-moll

Laura Frank – Klarinette
Matthias Enkemeier – Leitung

20 € / Arbeitsuchende, Studierende, Auszubildende 10 € / Schüler frei
Kartenvorverkauf: Teehaus Harleshausen / Kulturpunkt Kassel / billetto

„Ein Konzert für die Clarinette, für Herrn Stadler den Älteren“. So lautet Mozarts autographer Eintrag in seinem Werkkatalog, mit dem er zwischen Ende September und Mitte November 1791 die Vollendung seines Klarinettenkonzerts anzeigte. Als er dieses Epoche machende Werk schrieb, war das Genre schon nicht mehr ganz jung. „Kleinmeister“ der Klassik wie der Münchner Joseph Michl oder der Mannheimer Carl Stamitz hatten bereits dankbare Klarinettenkonzerte geschaffen, und auch in konzertierenden Arien war die Klarinette seit 1775 viel beschäftigt. Mozart begann die Arbeit an seinem Konzert jedoch unter zwei besonderen Voraussetzungen: Er schrieb es für Anton Stadler, jenen Wiener Klarinettisten, der durch seinen weichen Ton und seine unendlichen Schattierungen dem Instrument gewissermaßen erst seine Seele geschenkt hatte, und er komponierte es für eine tiefe Klarinette. In den Anfangsjahren der solistischen Klarinettenliteratur dominierten die hohen Töne im Diskant, Mozart schöpfte dagegen den ganzen Ambitus des Instruments aus und bevorzugte die sonore Alt- und Tenorlage. Man muss nur an die ebenfalls für Stadler komponierten Soli für Klarinette und Bassetthorn in der „Clemenza di Tito“ denken, um zu erkennen, wie sehr Mozart die Klarinette in eine idealisierte Singstimme, in einen wunderbar satten „Mezzosopran“ verwandelt hat.
Über die Schönheit des Konzerts sich zu verbreiten, ist müßig. Die Synthese aus Cantabile, „ausdrückendem“ Passagenwerk und „sprechenden“ Themen in der Solostimme ist so vollkommen, der Dialog mit dem Orchester so subtil, der Stil des späten Mozart so ausgeprägt, dass sich eine Beschreibung erübrigt. Man wäre gerne dabei gewesen, als Anton Stadler das wundervolle Hauptthema des ersten Satzes vom Orchester übernahm, als er mit seiner Bassettklarinette den Bass unter den Orchestergeigen spielte, als er im Passagenwerk des Kopfsatzes brillierte oder sich im zweiten Thema kontrapunktisch in die Streicher einfügte.

Bei Antonín Dvořák und seiner siebten Sinfonie war es kein Musiker, sondern ein anderes Musikwerk, das ihn zu dieser Komposition inspirierte: die Dritte seines verehrten Vorbildes Johannes Brahms. Von dem dramatischen Ernst dieser Sinfonie war Dvořák zutiefst beeindruckt. Dies war nun die Messlatte, an der sich der tschechische Komponist bei seiner nächsten Sinfonie orientieren wollte.
Von Dvořáks neun Sinfonien ist die siebte eindeutig die leidenschaftlichste, die dramatischste. Dunkel timbriert beginnt der erste Satz, um alsbald aufgepeitscht loszubrausen. Der zweite Satz pendelt zwischen Idylle und Tragik, während das Scherzo dadurch besticht, dass zum eigentlichen Thema stets ein Gegenthema erklingt. Das Finale versprüht glutvollen Furor, hält aber auch gleißenden Jubel bereit. Ohne Zweifel: Dvořáks Siebte ist die emotionell intensivste seiner Sinfonien.

Laura Frank, Klarinette, ist eine engagierte Solistin, Orchester- und Kammermusikerin.
Als Solistin trat sie bei den Havelländischen Festspielen, im Carl Reinecke Museum sowie bei Podiumskonzerten im Schumannhaus Leipzig auf. Orchestererfahrung sammelte sie unter anderem als Aushilfe als Solo-Klarinettistin bei den Berliner Symphonikern und den Brandenburger Symphonikern.
Regelmäßig konzertiert Laura Frank auch gemeinsam mit ihrer Schwester, der Harfenistin Linda Frank, als Duo. Ihr Repertoire umfasst Werke von der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik, wobei ihr Schwerpunkt besonders auf der Spätromantik und dem Impressionismus liegt.

 

Details

Datum:
25. Mai
Zeit:
16:00 - 18:00

Veranstalter

Ev.Kirchengemeinde Kassel-Harleshausen
Telefon
0561/2 07 93 72
E-Mail
erloeserkirche-harleshausen@ekkw.de
Veranstalter-Website anzeigen

Veranstaltungsort

Erlöserkirche
Karlshafener Str.6
Kassel, Hessen 34128
Google Karte anzeigen
Veranstaltungsort-Website anzeigen