Meisterkonzert IV Russland

Mittwoch, 31. Juli 2019 / Erlöserkirche

20:00 Uhr – Meisterkonzert IV – Russland

Das vierte Meisterkonzert des Musikfestes bietet unter dem Titel „Russland“ ein Kaleidoskop von Werken russischer Komponisten. Zu Atilla Aldemir, Solobratscher des MDR-Sinfonieorchesters Leipzig, Friedemann Ludwig, Solocellist des Konzerthausorchesters Berlin, und Zhoran Sargsyan gesellt sich noch der Klarinettist Ib Hausmann sowie Teilnehmer der Meisterkurse.

Programm:
Borodin – 2. Streichquartett D-Dur
Chatschaturijan – Trio für Klarinette, Violine und Klavier 1932
Rachmaninow – Trio elegiaque op.9 d-moll

Ausführende:
Zhora Sargsyan – Klavier
Atilla Aldemir – Violine, Viola
Friedemann Ludwig – Violoncello
Ib Hausmann – Klarinette
Katharina und Björn Schmidt-Hurtienne – Violinen

Kosten:
20 € / Studenten, Arbeitsuchende 10 € / Schüler 5 €
Teehaus Harleshausen, Wolfhager Str.398
Bauer und Hieber bei Musik Eichler, Ständeplatz 13
oder Onlineticket: Meisterkonzert IV – Russland

Zhora Sargsyan

Zhora Sargsyan
Zhora Sargsyan wurde 1994 in Yerevan, der Hauptstadt von Armenien, geboren. Neben seiner allgemeinbildenden Schule besuchte er 13 Jahre lang die Musikschule namens Spendiaryan in der Fachrichtung Klavier. Sein Musiklehrer war Prof. V. Harutyunyan.
Von 2012 bis 2014 war Zhora Sargsyan Student der Musikhochschule Yerevan bei Prof. V. Harutyunyan. Ab Herbst 2014 ist er Student der Universität der Künste Berlin bei Prof. Klaus Hellwig.

In diesen Jahren war Zhora Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Musikwettbewerbe: Grand Prix beim“Flame“ Wettbewerb in Frankreich (2008), 2.Preis beim“Guseppe Terachiano“ in Italien (2009),2.Preis beim“Aram Khachaturyan“ Wettbewerb in Armenien (2011). Im Jahr 2014 bekam Zhora den Jugendpreis des Präsidenten von Armenien im Bereich der klassischen Musik. Er absolvierte zahlreiche Konzertauftritte: Solokonzert bei Salzburger Festspielen (2008), Solokonzert bei dem Bach-Festival in Potsdam (2010) als auch zahlreiche Auftritte in Deutschland im Rahmen der Aktivitäten des Projektes KAMMERTON.

Neben der solistischen Tätigkeit beschäftigt er sich auch mit Kammermusik.
Zurzeit tritt er auch als Kammermusikpartner mit der renommierten Geigerin Natalia Prishepenko auf.
Er nahm an Meisterkursen von D.Bashkirov,P.Lewis,E.Nebolsin teil.

Atilla AldemirPhoto: Marco Borggreve

Atilla Aldemir
Atilla Aldemir, geboren 1975, erhielt seine musikalische Ausbildung am Staatlichen Konservatorium der Mimar Sinan Universität in seiner Heimatstadt İstanbul. Nach seinem Abschluss 1994 ging er nach Deutschland, um bei Prof. Lukas David an der Hochschule für Musik Detmold zu studieren. Auf die Künstlerische Reifeprüfung (1999) folgten Studien an der Folkwang-Hochschule Essen bei Prof. Mintcho Mintchev, wo er 2002 sein Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Zahlreiche Internationale Wettbewerbsauszeichnungen wie der 2. Preis im Fach Violine sowie zwei weiteren Sonderpreisen wurden Atilla Aldemir beim XIV. Johannes Brahms Wettbewerb 2007 ausgezeichnet. Nur ein Jahr später erhielt er bei demselben Wettbewerb den 3. Preis in der Sparte Bratsche und den Preis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes. Der GWK Förderpreis Musik in Münster 1998, der 1. Preis beim Violinwettbewerb Istanbul 2000, der Folkwangpreis 2002, Laureat beim VIII. Vaclav Hulm Violinwettbewerb Zagreb 2005 und der Sonderpreis „The passion for music, strong artistic temperament“ beim 25. Premio Rodolfo Lipizer 2006 weisen auf sein außergewöhnliches Talent hin. Konzertreisen führten Atilla Aldemir in zahlreiche europäische Länder, die USA, Israel und Ägypten. Er gastierte in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus und dem Musikverein Wien. Darüber hinaus konzertierte er u. a. mit der Camerata Salzburg, dem Orchestre National de Montpellier und Bordeaux, den Zagreber Philharmonikern, dem Konzerthaus Kammerorchester Berlin, der Borusan Philharmonie, dem Bilkent Symphonieorchester, sowie allen staatlichen Symphonieorchestern der Türkei. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören u.a. Fazıl Say, Itamar Golan, Hüseyin Sermet und Jeremy Menuhin. Bereits 2003 nahm er seine erste CD unter dem Titel „The Contemporary Voice of Turkish Music“ auf, die bei Dreyer Gaido Musikproduktion in Berlin erschien. Die Musikzeitschrift Fono Forum schrieb über die Aufnahme: „Ein Glücksfall ist es, dass so souveräne Interpreten wie Aldemir und Karayel sich diesem ungewöhnlichen Programm mit Haut und Haar verschrieben haben.“ Wertvolle künstlerische Impulse erhielt Atilla Aldemir durch Barbara Gorzynska und Prof. Matthias Maurer in Wien. 2011 wurde er mit dem Donizetti Preis als „Bester Interpret der Türkei“ ausgezeichnet. Aldemir spielt eine J.B. Vuillaume Violine aus dem Jahre 1840, die ihm freundlicherweise vom Förderkreis International Tätiger Türkischer Unternehmer finanziert wurde und eine Bratsche von Alexandre Breton & Adam Korman aus dem Jahre 2016.
Seit April 2017 ist Aldemir Solo-Bratschist des Mitteldeutsche Runkfunk Sinfonieorchesters (MDR) Leipzig.

Hr Ludwig

Friedemann Ludwig
Friedemann Ludwig entstammt einer Musikerfamilie aus der sächsischen Kulturmetropole Dresden. Ausgebildet an der Spezialschule und Hochschule für Musik in Dresden im Fach Violoncello bei Ernst-Ludwig Hammer, ergänzte er seine Studien bei Wolfgang Weber in Leipzig. Konnte er in der Schulzeit den Wettbewerb der Spezialschulen der DDR gewinnen, nahm er als Preisträger 1988 am Internationalen J.-S.- Bach-Wettbewerb teil. Im selben Jahr wurde er im Alter von 21 Jahren als 1.Solocellist des Berliner Sinfonie-Orchesters (heute Konzerthausorchester Berlin) unter Claus Peter Flor engagiert. Mit diesem Orchester unternahm er eine weltweite Konzerttätigkeit , die ihn in die grossen Metropolen der USA, Japans und Europas führte und die Zusammenarbeit mit den Dirigenten Kurt Sanderling, Günther Herbig, Eliahu Inbal , Gennadi Rozhdestvensky, Lothar Zagrosek, Christoph Eschenbach und Ivan Fischer ermöglichte.
Als Gründungsmitglied des Berliner Streichsextetts 1992 wurden mit Friedemann Ludwig verschiedene CD-Produktionen mit Werken von Martinu, Strauss, Schoenberg und Brahms veröffentlicht. Gastspiele führten ihn nach Japan und durch Deutschland. In diese Zeit fällt auch die Entstehung der in Dresden sehr erfolgreichen Kammermusikreihe Strehlener Kammermusik, bei welcher er mit Musikern wie Antje Weithaas, dem Artemis-Quartett, dem Petersen-Quartett, dem Leipziger Streichquartett, Vladimir Stoupel, Judith Ingolfson, und Christian Jost zusammenarbeitete. Gemeinsam mit dem Konzerthaus Berlin entwickelte er in den 1990ern das Format der 11Uhr-Sonntagsmatineen für Kammermusik im Konzerthaus Berlin. Als gefragter Kammermusikpartner und Solist ist er immer wieder zu Gast bei den Festivals Aigues-Vives en Musiques, Oldenburger Promenade und Schloß Rheinsberg. Auf Einladung des Bayerischen Landesjugendorchesters gab er Lehrkurse auf Schloß Weikersheim , unterrichtet beim Festival Aigues Vives en Musiques junge Studenten und betreut innerhalb der Orchesterakademie beim Festival Aigues Vives en Musiques junge Studenten und betreut innerhalb der Orchesterakademie des Konzerthausorchesters Berlin als Mentor die CelloakademistInnen .

Friedemann Ludwig spielt ein Violoncello aus dem Jahre 1840 von Jean Baptiste Vuillaume.

Ib Hausmann
Als Solist reist er seit vielen Jahren um die Welt und trat mit bedeutenden Orchestern, u.a. mit dem Minnesota Symphony Orchestra und der Kammerphilharmonie Bremen auf.
Seinen wichtigsten Kammermusikpartner sind Denes Varjon, Frank Gutschmidt, Benjamin Schmid, der Jazzpianist Michael Wollny und Streichquartette wie das: Hagen-, Casals-, und Auryn-Quartett.
Preise der Deutschen Schallplattenkritik für die Klarinettensonaten von Max Reger und eine Berthold Goldschmidt CD. Bei EMI erschien das Quintett von Sergej Prokofieff, u.a. mit Tabea Zimmermann und Daniel Hope.
Für die Deutsche Grammophon nahm er Musik von Gerhard Frommel und die CD „Terezin“, mit Anne Sofie von Otter und Christian Gerhaher auf, die 2008 für den „Grammy“ nominiert wurde.
Masterclasses in den USA, China und Europa.

Ib Hausmann: „Man möchte Hausmann als einen Meistersinger bezeichnen, der den blauen Ton beherrscht und den gelben und den zarten sowieso, und tatsächlich schwingt in seinem Spiel bei aller Kantabilität stets ein Moment von Sprache, eben von Mitteilung mit.“ (Norbert Ely)

Harleshäuser Musikfest